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News/Dichtung+Wahrheit/Flyer Ampelkoalition Gegendarstellung


Eine recht neutrale Berichterstattung der Lüdenscheider-Nachrichten finden Sie hier: http://www.come-on.de/nachrichten/maerkischer-kreis/luedenscheid/familienplatz-wichtige-fakten-einen-blick-750494.html

In der Ratssitzung am 03.05.2010 wurde von der Verwaltung ausführlich erläutert, dass der vorgestellte Plan für den Mehrgenerationen-Spielplatz tatsächlich eine Vision zeigt. Die Finanzierung der dort dargestellten Bestandteile (Spielgeräte, Treppen, Café usw.) ist aus den Mitteln des Konjunkturpaketes nicht in voller Höhe gewährleistet.

http://www.come-on.de/nachrichten/maerkischer-kreis/luedenscheid/20000-euro-bewegungsparcours-739790.html


Im Mai 2008 hat die Stadt Gelsenkirchen im Stadtteil Bulmke-Hüllen einen Mehr-generationenspielplatz für 20.000,00 Euro angelegt. In Witzenhausen für 15 TEUR www.hna.de/.../witzenhausen/park-sanft-gelenke-trainieren-734268.html?.  Warum muss es in Lüdenscheid immer so viel teurer sein? Noch einmal die Frage, warum nimmt man nicht einen bestehenden Spielplatz oder den Kulturhausgarten, der sogar schon einen Bolzplatz und Beleuchtung hat? Dann wäre es auch in Lüdenscheid für wenig Geld möglich!

Am Samstag, 24.04.2010, organisierte das Aktionsbündnis (SPD, FDP, Grüne, Linke, Vereine usw.) ein tolles Familienfest auf dem Jahnplatz.

Ist doch herrlich!! Wenn der Platz auch so genutzt werden kann, dann braucht er  ja gar nicht für viel Geld umgebaut werden!

Der Sprecher des Aktionsbündnisses behauptete: "Die Bürgerinitiative hat die Bürger von Anfang an mit falschen Argumenten beinflusst." Das fanden wir frech und nicht das Papier Dichtung und Wahrheit. Nachdem das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lüdenscheid verkündete, dass die Tatsachen in dem Papier Dichtung und Wahrheit stimmen, da wir nichts dagegen eingewendet haben, haben wir nachfolgend eine Gegendarstellung aufgeführt.

Zu dem Papier „Dichtung und Wahrheit“ des Aktionsbündnis Pro Mehrgenerationen-Spielplatz sowie dem Flyer "Familienwiese" der Ampelkoalition haben wir folgende Antworten:

1. Ob 870 TEUR knapp `ne Million sind oder nicht, ist sicherlich
    Auffassungssache.

    Es ist allerdings fraglich, ob der ehemalige Kabinentrakt überhaupt noch     benötigt wird. Wir können uns jedoch nicht vorstellen, dass ein Abriss 270 TEUR     kostet. Im Zweifel wäre ein Abriss und ggf. ein Neubau von sanitären Anlagen für
    die Skaterhalle wahrscheinlich günstiger.

2.  Dass der Umbau des Platzes den städtischen Haushalt entlasten
     soll, da in den kalkulierten die Renovierung der Treppe sowie der Ersatz
     für eine marode Stützmauer enthalten sind, ist ebenfalls nicht
     nachvollziehbar. 

    Die Treppen verschwinden in der Planung, falls diese doch     saniert würden, belaufen sich die Kosten hierfür auf schätzungsweise 40 TEuro.     Die Sanierung der Mauern ist zur Zeit gar nicht nötig, da diese  laut  Herrn     Badziura (Stadtplanung Lüdenscheid) noch gut 50 Jahre halten können.

3. Natürlich spart der Verzicht des Mehrgenerationen-Spielplatzes Geld. Das Geld     aus dem Konjunkturpaket kann man auch für andere wichtigere Projekte
    verplanen und ausgeben und so kommt es auf jeden Fall in Lüdenscheid an ob     mit oder ohne Mehrgenerationen-Spielplatz. Eine Entlastung des Haushaltes          ist indirekt also doch möglich. Ebenso gut kann mit dem Geld die Erneuerung      bereits bestehender Spielplätze vorgenommen werden. Ganz besonders wichtig:      Mit dem Geld können sogar  Computer für Schulen angeschafft werden und      auch Geräte für  Schulturnhallen angeschafft werden u. v. m. 

4. Auch wenn einige Energiesparmaßnahmen schon abgearbeitet sind, ist noch     genügend Bedarf vorhanden. Das hat unser Bürgermeister, Anfang April    öffentlich geäußert:  „Wir könnten locker das Doppelte der zur Verfügung    stehenden Mittel aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Erneuerung    verbauen“, es ist genügend Bedarf vorhanden…..“

5. Barrierefreiheit                                                                                          
    Hier ist ebenfalls der Bedarf groß und nur ein sehr kleiner Teil     des Förderprogrammes wird für eine Verbesserung der Barrierefreiheit     ausgegeben. Auch wenn das Geld nicht reicht um alle Bushaltestellen in einen     barrierefreien Idealzustand zu versetzen, könnte man ja bei den wichtigsten     Haltestellen schon einmal einen Anfang machen oder man verwendet das Geld z.     B. dafür, einen Fahrstuhl in die Volkshochschule einzubauen oder man fragt     die Menschen einfach mal, was dringend notwendig ist.

    Seltsamerweise schaffen es andere Städte für wesentlich weniger Geld ihre     Bushaltestellen barrierefrei umzubauen. In Bottrop werden für rund 1,3 Mio. €      77 Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. Das bedeutet Kosten in Höhe von ca.     16.900,00 Euro für eine Haltestelle. Die Ampelkoalition behauptet in ihrem Blatt:        "Dichtung und Wahrheit", dass die Herstellung einer einzigen barrierefreien      Bushaltestelle 50.000,00 Euro kostet, also 33 TEUR mehr als in Bottrop, komisch!

    http://www.bottrop.de/stadtleben/verkehr/aktuelles/100111_77haltestellen.php

6.  Lt. Befürworter des MG-Spielplatzes gibt es schon lange ein Spielplatzsanierungs-     programm, bei dem nach und nach die Spielplätze in allen Stadtteilen saniert      werden.
     Nun ist der Spielplatz am Vogelberg aber rund 150.000,00 € teurer geworden als      geplant. Um diese Mehrkosten aufzufangen, soll zumindest der vorhandene      Spielplatz an der Friedrich-Wilhelm-Straße nun erst einmal doch nicht saniert      werden. Wer weiß wie viele noch hinzukommen, wenn der geplante      Mehrgenerationen-Spielplatz – wie befürchtet – auch teurer wird.

7.  Bezogen auf die "anderen Stadtteile" wird leider nicht erwähnt, dass      der allergrößte Teil einseitig für den Kunstrasen zweier Sportvereine auf den Kopf      gehauen wird.

8.  Die Folgekosten werden von den Befürwortern heruntergespielt.            Außerdem sei  hier erneut der Hinweis darauf erlaubt, dass bereits jetzt nicht      genug Geld für die Erhaltung und Pflege der bestehenden Spielplätze      vorhanden ist.

9.   "Der Familienplatz ist viel teurer als andere Spielplätze           insgesamt 497.000 Euro für den neuen Spielplatz am Vogelberg vom              Stadtrat freigegeben.....

       Den Spielplatz am Vogelberg haben zum größten Teil die Anlieger bezahlt. 

10.  Außerdem ist vorgesehen, auf einem Teil der Fläche ein professionelles        Kletterangebot anzusiedeln.....

       Die Zusage des Investors liegt u. W. noch gar nicht vor, weil dieser erst           abklären muss, ob sich so etwas in Lüdenscheid rechnet. Außerdem        bekommen wir so auf einem Spielplatz eine Zweiklassengesellschaft, da die        Kinder aus nicht so reichem Elternhaus sich den Eintritt nicht leisten können.

11. Die Ampelkoalition schreibt in ihrem Flyer: "Hier werden Wahlversprechen        eingelöst: "Richtig so soll es auch sein."

     Das Geld aus dem Konjunkturpaket II war aber nicht dafür gedacht,      Wahlversprechen  einzulösen, sondern als Soforthilfe um die Wirtschaft      anzukurbeln.

12. Ferner ist in diesem Flyer zu lesen: "„Außerdem würde dann wohl die beliebte      Skaterhalle abgerissen.“

     Nach unseren Informationen haben sich alle Parteien immer wieder für den      Erhalt der Skaterhalle ausgesprochen. Eine Sanierung dieser Halle ist z. Zt. wohl      auch nicht erforderlich.

13. "Das hat der Stadtrat im Dezember beschlossen - mit fast zwei Dritteln der       Stimmen" 
 
      was zufälliger Weise die der SPD, der Grünen sowie der FDP gewesen sind. Ist       es redlich, das eigene Abstimmungsverhalten als Argument für die Durchführung       dieses Projektes anzuführen? 

14.  "Schon bei der Planung werden Schulen, Kindergärten, (...) mit einbezogen".
 
       Wie können diese Gruppen bei der Planung mit einbezogen werden, wenn        bereits eine Entscheidung zur Durchführung getroffen wurde? Was ist mit den        Schulen und Kindergärten in anderen Stadtteilen? Außerdem brauchen die        Kinder der Westschule nur ein Stück die Kölner Straße heruntergehen und dann
       rechts in die Germanenstraße abbiegen, dort ist ebenfalls ein Bolzplatz        vorhanden. Wenn man die Schulturnhallen mit dem Geld sanieren würde,        hätte man wenigstens bei jedem Wetter etwas von der Investition und bei        schönem Wetter ist das Nattenbergstadion auch nicht weit entfernt. Darüber           hinaus sei hier die Feststellung erlaubt, dass frühere Generationen es auch        geschafft haben, trotz eines asphaltierten Schulhofes groß zu werden.

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Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen! Das Geld ist für äußerst viele Infrastrukturmaßnahmen zweckgebunden. Dies bedeutet aber nicht, dass es ausschließlich für Kunstrasen- und Spielplätze ausgegeben werden muss. 

Die Folgekosten für diesen Mehrgenerationen-Spielplatz stehen bis zum heutigen Tage nicht fest.

Fest steht allerdings, dass

- schon jetzt das Geld für die Pflege und Unterhaltung der in Lüdenscheid bereits   vorhandenen 63 Spielplätze + 18 Bolzplätze fehlt;

- man für wesentlich weniger Geld, einen bereits vorhandenen Spielplatz in einen   Mehrgenerationen-Spielplatz umbauen könnte (z. B. am Sauerfeld, Brighouse-Park   oder im Stadtpark);

- andere Stadtteile von einem Mehrgenerationen-Spielplatz in keinster Weise   profitieren;

- der Jahnplatz mit einem ca. 15-minütigem Fußweg bis zum Sternplatz nicht     unbedingt als Innenstadtlage bezeichnet werden kann;
- schon jetzt Parkplatznot am Jahnplatz besteht;

- der Erhalt der Skaterhalle, egal ob mit oder ohne Spielplatz, nicht gefährdet ist.   Alle Parteien haben sich immer wieder für den Erhalt der Skaterhalle   ausgesprochen;

- die Sanierung der Treppe zum Kino nur ca. 40.000 € kosten würde und eine    Sanierung der in Rede stehenden Mauer in den nächsten 50 Jahren sogar    überhaupt nicht notwendig ist (lt. Herrn Badziura Stadt Lüdenscheid);

- sich Familienfreundlichkeit nicht durch die Bereitstellung eines Mehrgenerationen-  Spielplatzes/einer Familienwiese demonstrieren lässt;

-  es angesichts der Finanzlage unserer Stadt höchste Zeit ist, sich von Illusionen    zu trennen;

- Verantwortung für kommende Generationen anders aussieht.





 










                                            

                                                                                          









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